Verfasst von: harDi | 20. November 2009

Opas letzter Wille

Opas letzter Wille

Hats mich erst zum Herrn verschlagen,
ins Himmelsreich, ins Wunderschöne,
muss ich euch nicht mehr ertragen –
und eure Jamba-Klingeltöne.

Nie wieder nachts auf die Toilette
Ich mach ganz still so vor mich hin
Bewässere meine Ruhestätte
Weil ich mein eigner Gärtner bin.

Brauch nie mehr mit dem Zivi streiten
Soll der mich schlagen, teeren, federn
Ich merk nichts mehr, ich starb beizeiten –
Hat sich was mit Essen auf Rädern!

Macht dass es um mich Tattergreis
Kein Geheul gibt und Gejaule
Kümmert euch um euren Scheiß –
Ich war schon immer gern der „Faule“.

Verfasst von: harDi | 12. November 2009

Kunde droht mit Auftrag

Kurzgeschichte. Normalerweise bin ich ein pflegeleichter Kunde, aber in dieser verrückten Welt komme auch ich mal vom rechten Weg ab. Neuerdings zähle ich zu einer Randgruppe der Gesellschaft – zu den Vertriebenen…

RadiorecorderSilva214RRWas macht diese Gesellschaft nur mit uns? Sie zwingt einen dazu, Leute zu verarschen, auch wenn man es nicht will. Jedenfalls enstpricht es nicht meiner Natur. Aber wenn ein Rundfunk- und Fernsehhändler eine Verkaufsallergie hat und ohne sich morgens Kontaktspray in seine behaarten Achseln zu sprühen, seine Kundenphobie nicht in den Griff bekommt, weil er den Kontakt zu Menschen scheut, und wenn diese Kreatur mich als Kunden dann verschaukelt, dann erwacht meine dunkle Seite.

Lies mehr…

Verfasst von: harDi | 8. November 2009

Genesung

Genesung

Es leuchtet mir in tausend Farben
Die Welt und lädt zum Lachen ein
Verheilt sind meiner Seele Narben
Der Grund dafür bist du allein

Nun strahlt mein neu gefundenes Leben
Auf mich herab wie hundert Sonnen
Denn du bist Licht und machst mich Schweben
Hab wieder Zuversicht gewonnen

Und meine Welt sie dreht sich wieder
Dank dir kann ich nach vorne sehn
Nie mehr sing ich die alten Lieder
Will mit dir auf Entdeckung gehen

Im Lichte purer Lebensfreude
weist Liebe uns den Weg voraus
In Richtung Zukunft ziehts uns beide
Bis in die Ewigkeit hinaus.

D.Harms ©

Verfasst von: harDi | 8. November 2009

Facetten des Lebens

neu-1

Verfasst von: harDi | 8. November 2009

lebenslauf

lebenslauf

honigsüße kinderjahre

regenbogenbunte welt

hausaufgaben taschengeld

später jeans und lange haare

pubertät mit zigarette

diskoflirt mit motorrad

rosa nächte mit anette

lehrabschluss mit riesenfete

erste selbstverdiente knete

alkohol und nikotin

motorradtank voll benzin

bier und schnaps im überfluss

und bei starkem regenguss

heimfahrt mit fast zwei promille

BEERDIGUNG IN ALLER STILLE

D.Harms

Lesung zur Buchpremiere am 6.November in der Kunsthalle Rostock.

Sein mittlerweile viertes Buch ist zugleich sein erster Roman. Die anderen drei erfolgreichen Werke „Signale im Regen“ „Der japanische Garten“ und „Aufzeichnungen eines Autoverkäufers“ waren lediglich Erzählbände. Das und vieles mehr war am Freitag (06.11.09) in der Kunsthalle zu erfahren, wo der Kröpeliner Autor Harri Engelmann aus seinem neu erschienenen Roman „Russenblut“ las.  Der „Roman über eine uneingestandene Abkommenschaft“ – so der Untertitel – zeichnet das Leben eines Jungen nach, „ der sich an der Summe der Behauptungen, es gäbe Russenblut, vergiftet hat“, fasst Harri Engelmann die Thematik des Romanes zusammen, der sowohl fiktive als auch autobiografische Begebenheiten beinhaltet.

01feat

Dieser Mischung und der präzisen Erzählweise mit lebendigen Dialogen ist es zu verdanken, dass die Figuren Engelmanns eine Authentizität ausstrahlen, die den Leser fesselt. Es ist bei weitem keine Leidensgeschichte, wie der Titel und die Thematik „Russenkinder“ vermuten lässt, stattdessen tendiert „Russenblut“ durch die historisch-authentische Beschreibung der Charaktere und ihrer Verhaltensweisen zur humorvoll-historischen Erzählunterhaltung mit Anspruch.

Und weil „Russenblut“ von 1944 bis in die Gegenwart reicht, erfährt der Leser auch einiges über die Entstehung des Rostocker Stadtteils Reutershagen unter den Nazis und über die Zeit des Mauerbaus. Immerhin kommt der Protagonist des Romans, Armin Schengel, aus Rostock.

Das Buch „Russenblut“ ist aber auch für Nicht-Rostocker durchaus empfehlenswert, der Schriftsteller Harri Engelmann hat damit ein Stück (nicht nur) selbst erlebte Geschichte auf die denkbar unterhaltsamste Weise dokumentiert, welche die Thematik zulässt und ein Beispiel dafür gegeben, dass Bücher aus jener schwierigen Zeit ohne übertriefendes Selbstmitleid und Gejammer auskommen können.

„Wie gesagt, es ist keine Leidensgeschichte“; so Engelmann auf die Frage, ob das Niederschreiben des Buches ihn befreiter gemacht habe, „ich hatte mich schon lange vorher von damals Erlebtem befreit, im Gegenteil, vielleicht war das sogar eine Art Größenwahn, denn wer kann schon von sich sagen, ich bin genetisch näher an Dschinghis Khan dran…“

Noch sind Stühle frei - aber so leer blieb es nicht.

Noch sind Stühle frei - aber so leer blieb es nicht.

Übrigens: Ehemalige Kollegen, Freunde und eifrige Leser des Autoren ahnten oder wussten das offenbar im Vorfeld, denn sie erschienen so zahlreich zur Buchpremiere in der Kunsthalle, dass immer wieder zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. -dh-

 

Verfasst von: harDi | 6. November 2009

Kriminal-Limerick (5)

Schwein gehabt- zum Dinner
Die Gräfin lag gar krank im Bette
Der Hofarzt dachte schon sie hätte
Sich ernsthaft den Magen verdorben
Denn fast wär sie gestorben
So wie ihr Hund – an einer Gift-Boulette.

Ältere Artikel »

Kategorien