Verfasst von: hardi | August 24, 2008

Frühling

FRÜHLING

Schminkt Alltag sich mit Morgenröte
Singt Nachtigall im Birkengrün
Klingt von weither Pan´s Apfelflöte
Lass Liebste uns tageinwärts ziehn.
Schau: Ginstergelb lockt uns der Anger.
Des Frühlings Winterschlaf: Vorbei.
Der Tag, er geht mit Hoffnung schwanger:
Der erste Tag zu zweit. Im Mai.

© D.Harms

Verfasst von: hardi | August 24, 2008

Kriminal-Limerick(2)

Die Gräfin tat sich fast den Magen verderben

beim 5-Uhr-Tee im Kreis ihrer Erben

Zum Glück naschte ihr Kätzchen

Zuerst von den Plätzchen -

Es musste als einziges sterben.

Verfasst von: hardi | August 24, 2008

Kriminal-Limerick (1)

Der Butler trat hinter den Grafen

und beobachtete ihn beim Schlafen

Die Standuhr schlug Achte

Als der Graf jäh erwachte -

Und ihn zwei Axthiebe trafen.

Verfasst von: hardi | August 24, 2008

Regentag

Regentag

Der Müdigkeit ein Schnippchen schlagend
Leis übers trübe Wetter klagend
Sitz ich im Café an der Ecke
Fünf Tassen Mocca an der Zahl
Sind an diesem Tag normal
Und dazu ne Eierschecke

Aus Kaffeetrinkerperspektive
Giert die Stadt nach Coffein
Und müde blinzeln rot-gelb-grün
Die Ampeln und es ist als schliefe
Die Welt den Halbschlaf der Gerechten
Schier erdrückt vom Regengrau
Ruhn sich Autos aus im Stau
Als wenn sie nicht ans Fahren dächten

Den spiegelblanken Boulevard
Wagt kaum ein Mensch entlang zu gehn
Im Dämmerlicht der Café-Bar
Träume ich den Tag mir schön.

© Dirk Harms

Verfasst von: hardi | August 24, 2008

Schüttelreime - ein paar Klassiker

Butter schmiert die Mutter besser
mit dem breiten Buttermesser.

Der Igel auf dem Sandhaufen
mochte mir nicht aus der Hand saufen.

Ich kämpf nicht mit dem Stiere, nein:
Das schadet meinem Nierenstein.

Sie fand hinter der Heckenrose
des heldenhaften Recken Hose.

Selbst Winnetou ganz bange stand,
als man ihn an die Stange band.

Verfasst von: hardi | August 22, 2008

Auf der Suche (Zweifel)

Auf der Suche
Tageinwärts fließen Abschiedstränen
Die Nacht hat ihren Durst gestillt
Statt mich mit Träumen zu verwöhnen
Entriss sie mir mein Spiegelbild
Verurteilt mich erneut zu suchen
Was lang zu haben ich schon geglaubt
Ich hör mich in die Kissen fluchen
Wie niemand mir die Zweifel raubt

Bin ich die Rose in der Wüste
Die an der Eitelkeit zerbricht
Weil sie den Schatten stets missachtet
In ihrer Gier nach Sonnenlicht?
Und was wenn mich ein Mädel grüßte:
War´n die Gedanken stubenrein?
Und war ich nicht genau wie alle:
Viel zu bequem, verrückt zu sein?

Und suchend irre ich durch Straßen
Nicht ahnend, dass ich es schon fand:
Mein Spiegelbild. Es floh gewissermaßen
Vor all den Zweifeln in ein fernes Land.
Doch diese Zweifel werd´ ich nun begraben
Sie spielten viel zu lang die erste Geige.
Ich will, geht dieser schöne Tag zur Neige
Endlich wieder leben und Träume haben.

© D.Harms

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