Ohne Dich
Ich streich den Tag kondensmilchgrau
Er riecht nach Einsamkeit
Mein Lachen steht irgendwo im Stau
Verspätet sich wohl heut
Die Langeweile kommt und lockt
Mit Müßiggang und Grübeln
Schon hat sie bei mir angedockt
Ich kanns ihr nicht verübeln
Und lästig wie ne Fliege weicht
Sie nicht von meiner Seite
Kondensmilchgrau hat nicht gereicht -
Der Tag geht in die Breite.
Mir geht rein gar nichts von der Hand
Du fehlst. Vor allem mir.
Grau eingefärbt schweigt mein Verstand.
Und in mir schreits nach dir.
© D.Harms
OH,PANNENBAUM (Weihnachtserzählung)


Ja, manchmal möchte man etwas ungeschehen machen, einfach einen Tag oder eine Stunde streichen und neu anfangen. Ein Lachen, das irgend wo im Stau steckt und nicht weiter kommt, das kenne ich gut. Manchmal bleibt es mir im Halse stecken. Ein gutes Gedicht, es spricht mich an und redet mit mir.
Von: bruni kantz am 31. August 2008
um 13:14