Verfasst von: harDi | 18. Juni 2009

Immer diese Hoffnung…

Immer diese Hoffnung…

Gerade eben noch war es kurz vor acht
Schon schlägt sie Mitternacht
Die alte Standuhr
Auf dem Flur
Wo bleibt die Zeit nur?
Zum Zug gebracht
Hatte ich dich
Der gegen neun Uhr fuhr
Nun hocke ich
Vor meinem Whisky hier
Und riskier
Im Vollrausch zu versinken
In dir ertrinken
Würde ich tausendmal lieber
Vorüber
Wäre jeder Vollrausch
Stündest du wieder in der Tür
An der ich nun vergebens und ganz doll lausch
Und wärst wieder bei mir
Während er draußen vorbeifährt
Dein Zug
Dabei hört
Man ihn kaum laut genug
Angesichts der lauten Standuhr
Leiser wäre eine Sanduhr
Dann plötzlich Schritte auf dem Flur
Regungslos und stur
Verharre ich
Hinterm Whisky
Starre ich
Zur Tür bis die
Sich eventuell auftut
Tut sie aber nich.
Auch gut,
denke ich
streiche den Gedanken
verweise meine Hoffnung in die Schranken
gieß mir aus der schlanken
Karaffe noch ein Glas voll
Und hege immer noch ein wenig Groll….
Ganz toll:
Immer diese Hoffnung
Sag mir mal einer, was das soll?

© D.Harms


Antworten

  1. Lieber Dirk,

    „Der Kneipenspaziergang“ und nun obendrein die Ballade von der Standuhr die im Whiskyrausch zu laut war – also tse tse tse.

    @Bernd: Vielleicht hätte ich mit dem Whisky lieber die Standuhr ölen sollen? :-)


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