Der Kneipenspaziergang
Die Personen und Handlungen sind frei erfunden. Sämtliche Ähnlichkeiten mit wem oder was auch immer sind rein zufällig.
Vom Schaume befreit sind Gläser und Becher
Durch der Wirtin holden, belebenden Blick
Ansonsten ringsum zufriedene Zecher
Ein Betrunkener zog sich untern Tisch zurück
Von dort her sendet er halb ohnmächtig und blau
Begehrende Blicke zu des Wirtes Frau
Jeder besäuft sich heute so gern
Der Durst lässt sie viele Gläser leern
Ein paar Schnapsleichen sind wieder auferstanden
Die bisher mit Saufen kein Ende fanden
In den Gassen herrscht finstere Nacht –
Ans Nachhausegehen hat noch keiner gedacht
Am Thresen herrscht immer noch Gewimmel
Das ist des Zechers wahrer Himmel
Der Wirt zählt gierig Schein für Schein:
Kampf gegen Durst bringt Wohlstand ein.
© D.Harms


Das Gedicht läßt ja tieeeeeeef blicken!!!
Du-
Ein Betrunkener zog sich untern Tisch zurück
Ich-
Ein Trunkener zog sich untern Tisch zurück
Von: Bernd am 18. Juni 2009
um 16:32
Der Anfang ist ja eine wundervolle Parodie. Der Rest ist Schlürfen, oder wie war das? Sorry, als echter Prostetant sollte ich das eigentlich wissen…
Von: theomix am 18. Juni 2009
um 20:29
@Bernd:Nun ja, als Trunkener weiß ich noch, was ich tue, als Be-trunkener passieren schon mal solche Rückzieher von Fall zu Fall ( man spricht auch vom Fall-Rückzieher) … Diese zwei Gedichte entstanden quasi in meiner blauen Periode;-)
@theomix: Zugegeben, ich habe auch versucht, im weiteren etwas formulierngsnah bei der Vorlage „Osterspaziergang“ zu bleiben – wie wärs mit dem Schluss:
„Zufrieden jauchzet groß und klein:
Ich hab noch Durst, hee Wirt, schenk ein!“ ??
LG harDi.
Von: harDi am 19. Juni 2009
um 22:05